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Sind festverzinsliche Anlagen sicher?

Jeder Investor geht ein gewisses Risiko ein. Aus diesem Grund fühlen sich viele von festverzinslichen Anlagen magisch angezogen – immerhin wird ihnen nachgesagt, absolut verlässlich und vorhersehbar zu sein. Doch sind festverzinsliche Anlagen auch eine gute Wahl?

Generell gilt: festverzinsliche Anlagen halten bestenfalls genau das, was sie versprechen. Sie liefern Investoren ein regelmäßiges, vorhersagbares Einkommen und reale Renditen. Das Einkommen wird vom Emittenten bezahlt und dem Investor gutgeschrieben. Dieser wiederum leiht dem Emittenten Geld.

Da festverzinsliche Kapitalanlagen weniger riskant sind als Aktien oder Derivate, werden sie von vielen Investoren bevorzugt, die den Wert ihrer Investition erhalten und ein konstantes Einkommen verdienen möchten.

Festverzinsliche Anleihen

Anleihen gehören zu den Instrumenten, die in den Finanzmärkten am häufigsten gehandelt werden. Dabei wird einer Regierung oder einem Unternehmen Geld von einem Investor geliehen, um Rechnungen zu bezahlen und neue Investitionen zu tätigen.

Wenn Sie eine Anleihe kaufen, muss Ihnen der Kredit an einem bestimmten Datum zur Gänze zurückgezahlt werden – diesen Zeitpunkt nennt man Fälligkeit. Investoren erhalten auch ein regelmäßiges Einkommen, da während der Laufzeit der Anleihe Kuponzahlungen ausgezahlt werden.

Wie riskant sind Investitionen in Anleihen?

Obwohl Anleihen als sehr sicher gelten, gibt es bei der Investition in Anleihen verschiedene Risiken: das Kreditrisiko, das Zinsrisiko und die Inflation.

Es besteht immer die Möglichkeit, dass der Verleiher den Kredit bei Fälligkeit nicht zurückzahlen kann oder mit den Kuponzahlungen in Rückstand gerät. Anleihen werden nach ihrem Ausfallrisiko gereiht – je höher das Risiko, desto günstiger sind sie.

Da Anleihen ihre gesamte Lebensdauer über gekauft und verkauft werden können, besteht außerdem die Möglichkeit, dass Änderungen des Zinssatzes den Wert der Anleihe beeinflussen. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, dass Sie 3% Zinsen mit Ihrer Regierungsanleihe verdienen, der Zinssatz aber auf 5% steigt. Neue Anleihen bieten höhere Kuponzahlungen, als Sie derzeit erhalten, weshalb Sie sich wahrscheinlich anderswo nach höheren Erträgen umsehen werden. Da Investoren nach höheren Kuponzahlungen suchen, sinkt die Nachfrage nach Ihrer Aktie, wodurch ihr Preis sinkt.

Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Inflation die Erträge Ihrer Anleihe zunichtemachen könnte. Falls das passiert, hat Ihr Geld seine Kaufkraft verloren – auch wenn die Anleihe Gewinne abwirft.

Wichtig ist also, bei Berechnungen die Inflation zu berücksichtigen oder in inflationsindexierte Anleihen zu investieren.

Welche anderen festverzinslichen Investitionen gibt es?

Obwohl Anleihen die beliebteste festverzinsliche Anlage sind, können Anleger auch in festverzinsliche Investmentfonds, Exchange Traded Funds, Differenzkontrakte und Geldmarktfonds investieren.

Investmentfonds investieren in einzelne Anleihen. Vielen Investoren gefällt, dass sie dank des Einkommens, das die Anleihen im Portfolio generieren, regelmäßig Dividenden auszahlen. Außerdem eignen sie sich zum Kapitalerhalt.

Der Vorteil ist, dass Sie mit einer einzigen Investition Zugang zu verschiedenen Anleihen erhalten – allerdings können Sie Ihre Investitionen nicht schnell kaufen oder verkaufen. Außerdem wissen Sie nicht immer, worin Sie investiert haben, und die Verwaltungsgebühren könnten hoch sein.

ETFs als festverzinsliche Anlagen

Exchange Traded Funds werden immer beliebter, da Investoren nach flexiblen, transparenten und kostengünstigen Alternativen zu Investmentfonds suchen.

Festverzinsliche ETFs enthalten festverzinsliche Wertpapiere, die innerhalb von Sekunden an der Börse gehandelt werden können. Außerdem können Sie ihre Preisänderungen im Tagesverlauf beobachten.

ETFs sind passive Investitionen, was bedeutet, dass sie einer Investition oder einem Index folgen und versuchen, die Performance zu kopieren.

Natürlich sollten Sie keine Erträge erwarten, die über jene des Marktes hinausgehen.

So bauen Sie ein festverzinsliches Portfolio auf

Ein Investor, der ein festverzinsliches Portfolio aufbauen möchte, muss sich auf die Suche nach stabilen, verlässlichen Erträgen machen.

Diese Strategie passt normalerweise zu kurzfristigen Investoren, die sehr risikoscheu sind. Egal, ob sie auf einen Umzug oder eine Hochzeit sparen oder die Rente vor der Tür steht: sie möchten den Wert Ihres Geldes schützen. Den Einfluss der Inflation können sie allerdings nicht kompensieren, ohne gewissen Risiken einzugehen.

Anleihen trotz Niedrigzins? Anleihen sollten trotzdem in jedes Portfolio gehören.

Festverzinsliche Anlagen können auch genutzt werden, um das Risiko eines Portfolios zu verwalten, welches diversifiziert wurde, um höhere Erträge zu erzielen. Der vorhersehbare Charakter des Vermögenswertes bedeutet, dass es sich zum Beispiel gut als Ergänzung eine Portfolios mit vielen Aktien eignet, um Investitionsziele zu erreichen.

Investitionen sind eine persönliche Entscheidung, was auch für die Art der Investition gelten sollte. Es ist allerdings nicht ganz einfach, zu ermitteln, welche Investitionen Sie in Ihrem Portfolio haben und wie Sie Ihr Geld verteilen sollten.

All das hängt von Ihrem Investorenprofil ab: Wofür sparen Sie, wann benötigen Sie Ihr Geld und welches Risiko möchten Sie eingehen? Das zu verstehen, ist einer der ersten Schritte, um Ihre finanziellen Ziele zu erreichen.

Sie möchten Ihr Risikoprofil kennenlernen? Lassen Sie jetzt Ihr Risikoprofil mit wenigen Klicks ermitteln.

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Risikohinweis: Die Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden. Der Wert Ihrer Anlagen bzw. die Kurse der Investmentfonds wie auch die daraus fließenden Erträge sind Schwankungen unterworfen oder können ganz entfallen. Daher kann es passieren, dass Sie den von Ihnen angelegten Betrag nicht in voller Höhe zurückerhalten. Im Extremfall besteht auch das Risiko eines Totalverlustes Ihrer investierten Vermögenswerte. Die vergangene Wertentwicklung ist kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Ergebnisse. Bei der Einschätzung von Moneyfarm handelt es sich um eine stichtagsbezogene Analyse, die sich in der Zukunft ändern kann. Der vorliegende Beitrag ist keine Finanzanalyse, sondern eine Werbemitteilung.