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Mit Fonds bei der Geldanlage auf die Überholspur wechseln

Wer bei der Geldanlage langfristig überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen will, kommt nur schwer an Fonds vorbei. Gerade in letzter Zeit haben passive Fonds wie ETFs deutlich an Beliebtheit gewonnen. Hier erfahren Sie, was ETFs von klassischen Investmentfonds unterscheidet.

ETFs haben die Art, Vermögen anzulegen oder anzusparen, revolutioniert. Denn sie besitzen all die Eigenschaften, die Anleger an modernen Investmentprodukten schätzen. Sie sind transparent, diversifiziert, funktional und günstig. Doch was ist eine ETF-Anlage überhaupt? Exchange Traded Funds, so die volle Bezeichnung, sind passiv gemanagte, börsengehandelte Indexfonds, die das Ziel haben, die Wertentwicklung eines Referenzindex – wie zum Beispiel dem DAX – so exakt wie möglich nachzubilden. Steigt der DAX zum Beispiel um ein Prozent, legt ein DAX-ETF idealerweise ebenfalls um etwa ein Prozent zu. Anleger können auf diese Weise mit nur einer Transaktion einen kompletten Aktienmarkt ins Depot nehmen. Weil ETFs einem Index folgen und nicht aktiv gemanagt werden, sind die Kosten vergleichsweise niedrig. Dieser Vorzug kann mit einem ETF-Sparplan auch zum Vermögensaufbau und zur Altersvorsorge genutzt werden.

Zugang zu den weltweiten Finanzmärkten

ETFs eröffnen Anlegern den Zugang zu neuen Anlagewelten. Investierbar sind mittlerweile nicht nur hunderte verschiedener Aktienindizes, angefangen von regionalen Benchmarks über Branchenkörbe bis hin zu Strategieindizes, sondern auch zahlreiche andere Anlageklassen wie Anleihen, Rohstoffe, Gold oder Währungen. Indexfonds bieten Investoren somit die Möglichkeit, mit einigen wenigen Transaktionen ein gut diversifiziertes ETF-Portfolio zusammenstellen. Darüber hinaus können ETFs einfach und schnell an der Börse gehandelt werden. Ein- und Ausstieg sind somit jederzeit problemlos möglich. Indexfonds vereinen auf diese Weise die Risikostreuung eines Investmentfonds mit der leichten Handelbarkeit einer Aktie.

Indexfonds: Eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte

Auf die Idee, einen Index nachzubilden, kamen Finanzexperten in den USA bereits in den 1970er Jahren, die eigentliche ETF-Revolution startete jedoch erst im Januar 1993 mit dem Debüt des SPDR S&P 500. Es war der erste börsengehandelten Indexfonds, der den US-Leitindex S&P 500 abbildete. Ein Paukenschlag. Seither ging es steil nach oben. Wie aus den Daten des Analysehauses ETFGI hervorgeht, haben sich die weltweit in ETFS angelegten Mittel in den vergangenen 15 Jahren auf rund 4,7 Billionen US-Dollar verfünfzehnfacht. Auch die Anzahl der ETFs ist in diesem Zeitraum rasant gestiegen, von 350 auf 6.310 Stück. Immer beliebter werden Indexfonds auch bei deutschen Privatanlegern. Und ein Ende des Booms scheint nicht in Sicht. Mit ein Grund dafür sind veränderte Gewohnheiten bei der Geldanlage.

So wird ein Index nachgebaut

Das Kernziel eines ETFs ist die möglichst exakte Abbildung eines Referenzindex. Die Höhe des Abweichungsfehlers (Tracking-Differenz) zur Benchmark soll so gering wie möglich ausfallen. Doch wie wird ein ETF eigentlich „konstruiert“? In der Praxis kommen zwei Methoden zum Einsatz:

  • Bei der „traditionellen“ Variante, im Fachjargon als physische Replikation bezeichnet, setzt sich der ETFs aus den Wertpapieren zusammen, die auch im Vergleichsindex vertreten sind. Dabei gilt es zu unterscheiden: Bei einer vollständigen Nachbildung, einer sogenannten „Full Replication“, sind alle Komponenten im ETF so gewichtet, wie auch im Vergleichsindex. Bei einer partiellen Replikation hingegen wird nur in solche Indexmitglieder investiert, welche in ihrer Gesamtheit den Performance- und Risikoeigenschaften des Referenzindex sehr nahe kommen. Ein solches Sampling kann zum Beispiel bei marktbreiten Indizes wie dem MSCI World mit seinen mehr als 1.600 Aktien aus 23 Ländern sinnvoll sein. Hier wäre eine exakte Nachbildung aufwendig und damit vergleichsweise teuer.
  • Bei der synthetischen Replikationen erfolgt die Abbildung der Indexperformance über Swaps. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich bei einem Swap um eine Tauschgeschäft, bei dem sich der Swap-Partner dazu verpflichtet, dem ETF im Tausch gegen eine Gebühr die Indexrendite zu „liefern“. Zwar ist dieser Ansatz nicht ganz nicht ganz unproblematisch, da die im ETF angelegten Mittel in der Regel nicht mit dem Index übereinstimmen. Auch besteht die Gefahr, dass der der Swap-Partner ausfällt oder die versprochene Performance nicht liefern kann. Auf der anderen Seite hat eine synthetische Replikation den Vorteil, dass damit auch Märkte investierbar gemacht werden können, die physisch nicht oder nur schwer nachgebaut werden können. Ein weiteres Plus sind die im Vergleich zur physischen Replikation niedrigeren Kosten.

ETF-Anlagen: Diversifikation einfach gemacht

Aufgrund ihrer günstigen Kostenstruktur, der Fülle an Referenzindizes sowie der guten Handelbarkeit lassen sich mit ETFs eine Vielzahl an Investmentstrategien umsetzen. Ein klassisches Einsatzgebiet ergibt sich aus der modernen Portfoliotheorie. Demnach weist ein gut diversifiziertes Portfolio ein deutlich geringeres Schwankungsrisiko auf, als ein Portfolio, das sich nur aus einem oder wenigen Wertpapieren zusammensetzt. Voraussetzung dafür ist, dass die Wertpapiere nicht oder nur bedingt miteinander korrelieren, will heißen, sie dürfen sich nicht zu sehr in die gleiche Richtung bewegen. Ist diese Anforderung erfüllt, sinkt das Gesamtrisiko, ohne dass die Ertragschancen darunter leiden. Portfoliooptimierung wird das genannt. Dazu können ETFs einen wichtigen Beitrag leisten. Zum einen, weil sie als Indexanlagen schon in sich diversifiziert sind. Zum anderen, weil sich die Risikostreuung durch die Hinzunahme weiterer ETFs oder aktiver Fonds noch erweitern lässt. Dazu ein einfaches Beispiel. Durch die Kombination eines Aktien-ETFs mit einem Renten-Fonds entsteht im Nu gemischtes Aktien-Anleihen-Portfolio.

Kinderleicht: Vermögensaufbau mit einem Sparplan

ETFs und aktive Fonds können nicht nur zur Einmalanlage genutzt werden, sondern auch zum langfristigen Vermögensaufbau beziehungsweise zur Altersvorsorge. Der Anleger erwirbt regelmäßig für einen bestimmten Betrag Fonds-Anteile, wobei er selbst über Höhe, Rhythmus und Zeitraum der Einzahlungen entscheidet. Anpassungen sind jederzeit möglich. Auch kann der Sparbetrag flexibel aufgeteilt werden, zum Beispiel auf einen Aktien-Fonds und einem Anleihen-Fonds.

Aktiv vs. passiv: Was ist besser?

ETFs zählen zu den sogenannten passiven Investments, da der Manager eines Indexfonds keine eigenständigen Anlageentscheidungen trifft, sondern sich bei der Zusammenstellung des Portfolios nach der Allokation eines bestimmten Index richtet. Im Gegensatz dazu steht das aktive Management eines klassischen Investmentfonds. Ein aktiver Fondsmanager hat das Ziel, durch die gezielte Auswahl von Wertpapieren, die er als besonders aussichtsreich einstuft, eine bessere Rendite zu erzielen als der breite Markt. Die Selektion erfolgt zumeist auf Basis einer eingehenden fundamentalen und technischen Analyse von Einzeltiteln und Sektoren in Verbindung mit einer Bewertung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Auf diese Weise sollen nicht nur attraktive Titel identifiziert, sondern auch das Timing für Zu- und Verkäufe optimiert werden.

An den Finanzmärkten wird häufig darüber diskutiert, welcher der beiden Ansätze der Bessere ist. Aktiv oder passiv? Eine pauschale Antwort kann es auf diese Frage nicht geben. Beide Managementmethoden haben ihre Vorzüge und Besonderheiten. Während bei aktiv gemanagten Fonds die Managementleistung das wichtigste Erfolgskriterium darstellt, sind bei ETFs andere Qualitäten gefragt. Hier geht um eine möglichst exakte Indexabbildung, eine gute Handelbarkeit und geringe Kosten. Doch wo liegen die Unterschiede im Detail?

Bei den Verwaltungskosten haben ETFs normalerweise (!) die Nase vorn

Eine Differenzierung zwischen aktiv und passiv ist auch hinsichtlich der Managementgebühren notwendig. Aufschluss darüber gibt die Total Expense Ratio, kurz TER. Diese Kennzahl enthält sämtliche Verwaltungsaufwendungen, die für einen Fonds gezahlt werden müssen. Wie die Praxis zeigt, sind die Gebühren (TER) von ETFs aufgrund des geringeren Research- und Personalaufwands deutlich niedriger als bei aktiv gemanagten Fonds. Dazu ein Praxisbeispiel: Während für ETFs auf den EURO STOXX 50 im Schnitt eine Verwaltungsgebühr (TER) von lediglich 0,15 Prozent erhoben wird, liegt die entsprechende Kostenquote bei aktiven Investmentfonds (mit Ausrichtung auf europäische Standardaktien) bei durchschnittlich 1,5 Prozent. Die höhere Kostenbelastung ist grundsätzlich solange kein Problem, solange es das aktiven Management schafft, eine darüber hinausgehende Outperformance abzuliefern. Moneyfarm hat dank einer Partnerschaft mit Allianz Global Investors, die zahlreiche Pensionskassen, Versicherungen, Stiftungen und Versorgungswerke betreut, den direkten Zugriff auf kostengünstige, institutionelle Bausteine, um seine Anlageideen umzusetzen. So entfällt bei den aktiven Fonds, die wir nutzen, der Ausgabeaufschlag und wir erhalten die Fonds zu laufenden Kosten, die denen von ETFs gleichen.

Worauf es beim Index-Tracking zu achten gilt

Zu berücksichtigen ist, dass ETFs von der Entwicklung des Referenzindex in der Regel (leicht) abweichen. Eine bessere Entwicklung als der zugrunde liegende Index ist nur in Ausnahmefällen möglich, wenn zusätzliche Erträge wie zum Beispiel aus Wertpapierleihe zu verzeichnen sind, die höher ausfallen als die Gebühren des ETF. Meistens hinkt die Performance dem Vergleichsindex aufgrund der Verwaltungskosten jedoch etwas hinterher. Wie stark, darüber gibt die Tracking-Differenz Auskunft. Sie beziffert den prozentualen Renditeunterschied zwischen dem zugrunde liegenden Index und dem ETF. Anleger sollten bei der Auswahl eines ETFs unbedingt auf diese Kennzahlen achten. Wie Praxis zeigt,  fällt die Nachbildungsqualität mitunter sehr unterschiedlich aus. Schon kleine Differenzen können hier auf längere Zeit zu erheblichen Performanceunterschieden führen.

Aktives Management hat seine Vorteile

Aktiven Managern wird oft vorgeworfen, dass sie es nicht schaffen, den Markt beziehungsweise die Benchmark auf Dauer zu schlagen. Die Gründe dafür können Fehleinschätzung oder ein falsches Timing sein. Diese Gefahr besteht bei ETFs grundsätzlich nicht. Jedoch kann sich dieser Vorteil ins Gegenteil verkehren. Dazu ein Beispiel: Bei einem Abwärtstrend haben aktive Manager die Flexibilität, den Investitionsgrad zu senken und in sichere Geldmarktanlagen umzuschichten, um unnötige Kursverluste zu vermeiden. Bei ETFs ist das nicht möglich. Sie folgen starr dem Index, unabhängig von dessen Richtung. Darüber hinaus können aktive Manager im Unterschied zu passiven Indexanlagen die Gewichtung der Portfoliokomponenten individuell steuern. Auch das kann sich als Vorteil erweisen, etwa wenn ein Index von wenigen Schwergewichten dominiert wird und damit ein Klumpenrisiko enthält.

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Risikohinweis: Die Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden. Der Wert Ihrer Anlagen bzw. die Kurse der Investmentfonds wie auch die daraus fließenden Erträge sind Schwankungen unterworfen oder können ganz entfallen. Daher kann es passieren, dass Sie den von Ihnen angelegten Betrag nicht in voller Höhe zurückerhalten. Im Extremfall besteht auch das Risiko eines Totalverlustes Ihrer investierten Vermögenswerte. Die vergangene Wertentwicklung ist kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Ergebnisse. Bei der Einschätzung von Moneyfarm handelt es sich um eine stichtagsbezogene Analyse, die sich in der Zukunft ändern kann. Der vorliegende Beitrag ist keine Finanzanalyse, sondern eine Werbemitteilung.