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Moneyfarm-Marktupdate: Grauer November? Nicht an den Kapitalmärkten!

Grauer November? Nicht an den Börsen. Im November setzte sich der positive Trend der vergangenen Monate fort. Obwohl ausgerechnet am Black Friday Ende des Monats die Kauflaune etwas nachließ, können die weltweiten Börsen durchaus ansehnliche Kursgewinne vorweisen. Der Dax legte fast drei Prozent zu und erreichte zeitweise ein neues Jahreshoch von 13.374 Punkten. Noch stärker fielen die Kursgewinnen an den US-Börsen aus, wo die Indizes wieder einmal Rekordhochs vorweisen konnten. Auch der Nikkei hat einen starken Monat hinter sich.

Nur die von US-Präsident Donald Trump erneut angeheizten Spannungen zwischen Washington und Peking drohen, den Anlegern die Adventsstimmung zu verderben. Trump hatte kurz vor Thanksgiving ein Gesetz zur Stärkung der Protestbewegung in Hongkong unterzeichnet; Chinas Präsident Xi Jinping war erbost über diese „Einmischung in innere Angelegenheiten“ und kündigte Gegenmaßnahmen an. Nichtsdestotrotz haben die Märkte die saisonal typischerweise schwierige Herbstphase unbeschadet überstanden und könnten sich nun auf eine Jahresendrally vorbereiten.

Weiterhin beschäftigen wird uns natürlich auch der Brexit. Am 12. Dezember stehen in Großbritannien Wahlen an: Etwa eine Woche vor der Parlamentswahl sieht eine Umfrage Johnsons Tories weiterhin deutlich vor der Labour-Partei von Jeremy Corbyn. Laut einer aktuellen Umfrage kommen die Konservativen aktuell auf 43 Prozent, Labour würde 34 Prozent der Stimmen erreichen.

Was bedeutet das für die Märkte?

Die Grundform unserer Sichtweise hat sich nicht verändert. Eine Tory-Mehrheit verursacht eine kurzfristige Rallye, bevor alle anfangen, sich das Detail des Brexit-Gesetzes anzusehen. Eine Labour-Mehrheit (wie unwahrscheinlich es auch immer derzeit erscheinen mag) wäre negativ für die britischen Vermögenswerte. Ein gehängtes Parlament ist schwerer zu beurteilen – aber es könnte durchaus eine Labour-Regierung bedeuten, die von Lib Dems und SNP unterstützt wird. Eine gute Lösung für die Aktienmärkte wäre, dass wir am Ende ein neues Abkommen (Zollunion – „Brexit“ nur im Namen) und eine Bestätigungsabstimmung haben. Aber wie lange diese Regierung dauert und was sie erreichen kann, bleibt unklar. Lasst uns abwarten, ob die Lib Dems wirklich darauf bestehen, dass jemand anderes als Corbyn Premierminister wird. Der kluge Zug der Labour-Partei wäre wahrscheinlich, Corbyn zugunsten eines etwas weniger toxischen Kollegen abzusetzen. Aber wer immer noch 10% hinter einer der ineffektivsten Regierungen der letzten hundert Jahre zurückliegt, hat wahrscheinlich nicht so oft den Weg des geringsten Widerstands eingeschlagen. – Richard Flax, Chief Investment Officer Moneyfarm

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Risikohinweis: Die Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden. Der Wert Ihrer Anlagen bzw. die Kurse der Investmentfonds wie auch die daraus fließenden Erträge sind Schwankungen unterworfen oder können ganz entfallen. Daher kann es passieren, dass Sie den von Ihnen angelegten Betrag nicht in voller Höhe zurückerhalten. Im Extremfall besteht auch das Risiko eines Totalverlustes Ihrer investierten Vermögenswerte. Die vergangene Wertentwicklung ist kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Ergebnisse. Bei der Einschätzung von Moneyfarm handelt es sich um eine stichtagsbezogene Analyse, die sich in der Zukunft ändern kann. Der vorliegende Beitrag ist keine Finanzanalyse, sondern eine Werbemitteilung.