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Finanzgeschehen im Juni 2019

Im Juni nahmen die internationalen Aktienmärkte nach einer kurzen Verschnaufpause im Mai wieder deutlich an Fahrt auf. Der DAX gewann 5,7 Prozent hinzu, der EURO STOXX 50 machte 5,9 Prozent gut und auch die Wall Street zeigte sich in blendender Verfassung: Um knapp sieben Prozent kletterte der marktbreite US-Leitindex S&P 500 nach oben und markierte gegen Ende des Berichtsmonats sogar ein neues Allzeithoch. Auch die Zwischenbilanz für das erste Halbjahr 2019 kann sich sehen lassen. Beispiel DAX: Der deutsche Leitindex legte von Anfang Januar bis Ende Juni um 17,4 Prozent auf rund 12.500 Punkte zu und markierte damit den höchsten Stand seit rund zehn Monaten.

Die gute Juni-Performance mag etwas überraschen. Immerhin hat sich das weltweite Konjunkturumfeld weiter eingetrübt. Auch Stimmungsindikatoren wie der ifo-Geschäftsklimaindex oder die ZEW-Konjunkturerwartungen rutschten weiter nach unten. Zudem gab und gibt es keine Entwarnung im Handelsstreit zwischen den USA und China beziehungsweise Europa. Zur positiven Kursentwicklung beigetragen haben dürfte dagegen die Entscheidung der EZB, die Leitzinsen in der Eurozone mindestens bis Mitte des kommenden Jahres unverändert bei null zu belassen. Rückenwind erhielten die Aktienmärkte auch von der US-Notenbank Fed, die erkennen ließ, dass eine Leitzinssenkung in absehbarer Zeit erfolgen könnte.

Die Aussicht, dass die Geldpolitik in ein restriktiveres Fahrwasser zurückkehrt, ließ die Anleihemärkte abtauchen. So sank die Rendite von 10-jährigen Bundesanleihen im abgelaufenen Monat um 18 Basispunkte auf minus 0,39 Prozent. 10-jährige US-Bonds verloren zwölf Basispunkte auf 1,96 Prozent. Zu den großen Gewinnern des Monats gehört dagegen Gold. Die fallenden Anleiherenditen haben den Preis für das Edelmetall im Juni um fast acht Prozent auf über 1.400 US-Dollar je Feinunze nach oben schnellen lassen. Damit notiert Gold auf dem höchsten Stand seit mehr als sechs Jahren.