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Bitcoin: sinnvolle Investition oder kurzlebiger Hype?

Bitcoin gehört in den letzten zwei Jahren zweifelsohne zu den meistdiskutierten Anlagen. Die digitale Währung erlebte einen phänomenalen Aufschwung, da zahlreiche Investoren versuchten, jene Renditen zu erzielen, die einige glückliche Investoren in weniger als 12 Monaten zu Milliardären gemacht hatten.

Da sich Sparer seit fast einem Jahrzehnt mit niedrigen Renditen ihrer Sparkonten konfrontiert sehen und die Aktienmärkte sich ihren Rekordhochs nähern, ist leicht nachzuvollziehen, warum diese Renditen so verlockend sind.

Bevor Sie die Ungewissheit, ob Sie Bitcoins kaufen sollen, verrückt macht, lassen Sie uns doch hier die alles entscheidende Frage beantworten: Ist Bitcoin das Richtige für Sie?

Was ist Bitcoin?

Hier ist die oberste Regel für Investitionen: Investieren Sie nicht in Dinge, die Sie nicht kennen oder wirklich verstehen.

Bitcoin ist eine digitale Währung, die nur als ein Stück Code auf einem Server existiert und Blockchaintechnologie nutzt, um alle Transaktionen in Echtzeit durchzuführen und aufzuzeichnen. Die Währungsinhaber müssen dabei ihre Identitäten nicht preisgeben.

Bitcoin nutzt zwar die Blockchain, eine Technologie, die auch unabhängig von der digitalen Währung existieren kann. So machen sich verschiedenste Dienste die Blockchain zu Nutze, darunter Lieferkettentracking und Peer-to-Peer-Zahlungsdienste.

Bitcoin, dessen Erfinder unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto bekannt ist, wurde ursprünglich nur in kleinen Online-Foren verwendet und von Menschen gehandelt, die dieselben philosophischen Ideale teilen.

Mittlerweile gibt es eine Reihe von verschiedenen Kryptowährungen, darunter Ethereum, Litecoin, Dogecoin und Bitcoin.

Was unterscheidet Bitcoin von traditionellen Währungen?

Bitcoin und konventionelle Währungen unterscheiden sich grundlegend, der wichtigste Unterschied ist aber, dass man die Kryptowährung nicht in die Hand nehmen kann. Im Gegensatz zu Dollar und Pfund Sterling werden Bitcoins auch nicht von einer Zentralbank überwacht und reguliert.

Die Bank of England überwacht zum Beispiel den Pfund Sterling und passt die Geldmenge bei Bedarf so an, dass der Wert des britischen Pfunds konstant bleibt.

Bitcoins werden von keiner Zentralbank reguliert. Es handelt sich ein dezentrales System mit gewissen Regeln, das aber keiner Führung unterliegt. Eine dieser Regeln lautet, dass es nie mehr als 21 Millionen Bitcoins geben darf. Die einzige Möglichkeit, das Bitcoin-Angebot, ist, sie zu gewinnen. Dafür müssen die Benutzer eine schwierige mathematische Aufgabe lösen und erhalten als Belohnung Bitcoins.

Wichtig ist, dass Sie den Schlüssel zu Ihrer virtuellen Brieftasche immer gut aufbewahren müssen. Wenn Sie die Blockchain verlieren oder eine Transaktion gehackt wird, könnten Sie einen schweren Verlust erleiden.

Handelt es sich um eine Finanzblase oder hat Bitcoin Zukunftschancen?

Bitcoin unterliegt derselben grundlegenden Dynamik wie jede andere Investition. Der Preis steigt, wenn die Nachfrage hoch und das Angebot niedrig ist.

Der Kursverlauf der Kryptowährung ist äußerst volatil. Die Marktdynamik, die es Investoren ermöglichte, Rekordrenditen zu lukrieren, kann den Vermögenswert in der nächsten Stunde auch abstürzen lassen und Investoren zweistellige Prozentpunkte kosten.

Initiativen zur Regulierung von Bitcoins, wie in Südkorea, ließen den Bitcoin-Kurs einbrechen. Der Ruf nach einer Regulierung der Kryptowährung wird allerdings immer lauter, da diese aufgrund ihrer Anonymität auch bei Kriminellen und Geldwäschern beliebt ist.

Das Problem ist, dass niemand weiß, wie man Bitcoin im traditionellen Sinne bewerten könnte. Es steht außer Frage, dass Bitcoin und die Blockchain die Finanzindustrie revolutioniert haben, ihr Wert wird aber anhand derselben Standards gemessen, wie andere Investitionen. Viele Experten stellten sogar Vergleiche mit der Tulpenmanie im 17. Jahrhundert auf, bei der der Preis von Tulpenzwiebeln in die Höhe schnellte, bevor er wieder abstürzte.

Nur sehr wenige Anlageexperten sind bereit, einen Wert für Bitcoin zu nennen. Ihre Einschätzungen variieren stark: einige glauben, dass der Wert 40.000 oder sogar 1 Million Dollar erreichen könnte, während andere davon ausgehen, dass die virtuelle Währung am Rande des Zusammenbruchs steht. Eines ist sicher: Es wird keine Warnglocken geben, bevor die Zeit abläuft.

Die falsche Investition könnte für Sie und Ihre Familie unglaublich kostspielig sein. Das Schlimmste daran ist, dass im Fall der Fälle niemand zur Verantwortung gezogen werden kann. Anleger können von starken Kursschwankungen ausgehen, die unter Umständen zweistellige Einbrüche des Portfoliowerts mit sich bringen.

Wenn Sie über einen diskretionären Vermögensverwalter wie Moneyfarm investieren und Ihr Portfolio 10 % an Wert verliert, hat der Anbieter 24 Stunden lang Zeit, um Ihnen zu erklären, wie es zu diesem Kurseinbruch kommen konnte.

Wie funktioniert die Investition in Bitcoin?

Während Bitcoin besonders bei Millennials, die sich kaum mehr an die Dotcom-Blase erinnern und Angst haben, etwas zu verpassen, beliebt ist, gibt es auch für Sie eine Reihe von Möglichkeiten, um in Bitcoin zu investieren.

Sie können entweder selbst nach Bitcoins suchen, über eine Anlageplattform Bitcoin kaufen oder sich für eine Beteiligung an einem Fonds, der in die Kryptowährung investiert, entscheiden.

Da Bitcoin fast schon Mainstream geworden ist, begannen vor kurzem mehrere Hedgefonds damit, sich auf Bitcoins zu spezialisieren. Auch einige Börsen bieten Bitcoin-Futures an. Es sollten allerdings auch einige Probleme von Bitcoins-Handelsplattformen nicht unerwähnt bleiben. Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Was würden Sie tun, wenn Sie sehen, dass der Kurs ihrer Bitcoin-Investition in die Höhe schießt, Sie aber nicht in der Lage wären, diesen Gewinn tatsächlich in Form von Geld abzuheben? Genau in dieser Situation fanden sich einige Bitcoin-Handelsplattformen wieder, die nicht in der Lage waren, die Nachfrage ihrer Kunden zu befriedigen. Dies führte letztendlich dazu, dass viele Anleger auf der Strecke blieben – genau in dem Moment, in dem sie ihr Geld dringend verwalten mussten und wollten.

Kann man klug in Bitcoin investieren?

Um vom Bitcoin-Boom zu profitieren, müssen Investoren in der Lage sein, den Markt zu timen – was unglaublich schwierig ist, wenn man keine Möglichkeit hat, zu beurteilen, wie viel ein Vermögenswert wert ist.

Investoren verlassen sich darauf, den Markt hinter sich lassen zu können, und glauben zu wissen, wann der richtige Ausstiegszeitraum gekommen ist. Dabei verkalkulieren sich viele und erleiden enorme Verluste.

Natürlich suchen viele Anleger den Adrenalinkick, der mit einem volatilen Vermögenswert einhergeht – das ist aber nur sinnvoll, wenn sie ihre Risikotragfähigkeit genau kennen.

Wenn Sie Ihre gesamten Ersparnisse in Bitcoin investiert haben, um sich damit in 18 Monaten ein Haus zu kaufen, müssen Sie sich auf viele schlaflose Nächte einstellen. Genau das Gegenteil versucht Moneyfarm mit seinen sieben maßgeschneiderten Portfolios zu erreichen.

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Risikohinweis: Die Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden. Der Wert Ihrer Anlagen bzw. die Kurse der Investmentfonds wie auch die daraus fließenden Erträge sind Schwankungen unterworfen oder können ganz entfallen. Daher kann es passieren, dass Sie den von Ihnen angelegten Betrag nicht in voller Höhe zurückerhalten. Im Extremfall besteht auch das Risiko eines Totalverlustes Ihrer investierten Vermögenswerte. Die vergangene Wertentwicklung ist kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Ergebnisse.